Veersebrück. Eine Erfahrung, die für viele neu ist, machte Horst Walther (32) aus Veersebrück bei seinem Besuch in dem südamerikanischen Staat Peru: Der Urwald ist, wenn man sich richtig verhält, für den Menschen kein Feind!

Walther ist promovierter Chemiker, noch an der Hamburger Universität tätig, und zu Beginn kommenden Jahres wird er als Industriechemiker arbeiten. Dem Reisen, dem Kennenlernen der Welt, gehört Dr. Horst Walthers große Liebe. Er war in zahlreichen Ländern Asiens und in Afrika. Bevor er sich jetzt erst einmal intensiv seinem Beruf - möglicherweise wird er im Ausland tätig sein - widmen wird, stand eine große Reise mit der Segelyacht "Germania VI" auf dem Programm. Die Fahrt über den Atlantik endete nach rund vier Wochen in San Juan in Peru.

Walthers Freundin, eine 27jährige Dipl.-Mathematikerin, folgte mit dem Flugzeug. Die beiden wollten das Land abseits des Touristenrummels erleben. Sie hatten Glück und konnten auf einem Biertransporter zu der mitten im Urwald liegenden Stadt Puerto Maldonado schaukeln. Und dort "wartete" Victorio, Sohn reicher Eltern, der sich für einige Zeit dem bescheidenen Leben zugewandt hatte und sich freute, wieder einmal Englisch sprechen zu können.

Victorio lud die beiden zu einem Besuch per Boot zu dem von ihm angelegten vorgeschobenen Stützpunkt in Perus Urwald ein. Und dabei zeigte sich für Walther, dass es sich im Dschungel durchaus leben lässt - wenn man sich entsprechend verhält und auf die Umgebung einrichtet.

... schrieb das Wochenblatt für den Wümmekreis am 06.11.1983